Header

Aktuelles zum Familienrecht und Erbrecht

JuraForum.de - Aktuelle Nachrichten "Familie & Erben"

16. Juli 2020

Aktuelle juristische Nachrichten zum Thema "Familie & Erben"
  • OLG Braunschweig bestätigt eigenständige Vereinbarung zwischen Vor- und Nacherbe
    Braunschweig (jur). Wenn sich nach dem Tod des Erblassers der Vorerbe und der Nacherbe des Erblassers über weitere Rechte in diesem Fall an einer Wohnung einigen, müssen die Nachlassgerichte dies in der Regel akzeptieren. Das entschied das Oberlandesgericht Braunschweig (OLG) in einem am Mittwoch, 8. Juli 2020, verkündeten Beschluss (Az.: 3 W 74/20). Wer dies für seinen Nachlass verhindern oder einschränken will, sollte entsprechende Regelungen im Testament festlegen. *h2*Vorerbin und Na...
  • OLG Oldenburg sieht „hohe Hürden“ für einen Namenswechsel des Kindes
    Oldenburg (jur). Getrennte Eltern können nur ausnahmsweise verlangen, dass die bei ihnen lebenden Kinder den eigenen Namen annehmen. Eine solche sogenannte Einbenennung unterliegt "hohen Hürden", wie das Oberlandesgericht (OLG) Oldenburg in einem am Dienstag, den 9. Juni 2020 verkündeten Hinweisbeschluss (Az.: 3 UF 145/19) unterstreicht. Voraussetzung ist nach dieser Entscheidung, dass für das Kindeswohl der Namenswechsel erforderlich ist. Im streitigen Fall lebte der heute siebenjährige J...
  • OLG Braunschweig sieht in Corona-Pandemie keinen Grund, Kindesumgang zu verweigern
    Braunschweig (jur). Die Corona-Pandemie stellt grundsätzlich keinen Grund dar, einem nicht betreuenden und getrennt lebenden Elternteil den Umgang mit seinem Kind zu verweigern. Der Kindesumgang gehört "zu dem absolut notwendigen Minimum zwischenmenschlicher Kontakte" und dient dem Kindeswohl, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig in einem am Mittwoch, 3. Juni 2020, verkündeten Beschluss (Az.: 1 UF 51/20). In dem Rechtsstreit hatte der getrennt lebende Vater eines fast sechsjäh...
  • OLG Köln: Zerreißen eines Testaments macht weiteres Original unwirksam
    Köln (jur). Das Zerreißen eines Testaments durch den Erblasser macht auch das zweite identische Original ungültig. Denn mit der Vernichtung des ersten Originals wird zum Ausdruck gebracht, nicht mehr an dem darin enthaltenen Willen festhalten zu wollen, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Köln in einer am Dienstag, 26. Mai 2020, verkündeten Beschluss (Az.: 2 Wx 84/20). Im streitigen Falls hatte eine im Raum Bonn lebende Frau ursprünglich ihren Urenkel als Erben eingesetzt. Später hat s...
  • BGH Karlsruhe sieht dauerhafte rechtliche Vaterschaft nicht durch Heirat gesichert
    Karlsruhe (jur). Männer können die rechtliche Vaterschaft eines Kindes nicht dauerhaft sichern, indem sie eine schwangere Frau heiraten. Zumindest zwei Jahre ab der Geburt müssen sie eine Vaterschaftsanfechtung der Mutter hinnehmen, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe in einem am Montag, 11. Mai 2020, veröffentlichten Urteil (Az.: XII ZB 321/19). Nach diesem Urteil ist das Anfechtungsrecht weder vom Kindeswohl abhängig, noch kann die Mutter effektiv darauf verzichten. So ver...